Günztaler Alphornbläser

Das Allgäuer Alphorn !

Die Wiedereinführung des Alphorns vor 50 Jahren konnten wir 2008 mit einem großen Festakt in Marktoberdorf feiern. Auch Hermann Regner, der gebürtige Marktoberdorfer war mit anwesend und hatte unter anderem über seine Wiederentdeckung des Alphorns im Museum der Benediktinerabtei Ottobeuren berichtet, wie er auf ein fast drei Meter langes Alphorn, den sogenannten "Piffel" der aus einem ausgehöhlten Birkenstamm und mit Leinen und Papier umwickelt gestoßen ist.

Berufsbedingt konnte Hermann Regner die Entwicklung des Alphorns nicht weiter verfolgen und so wurde der Hindelanger Lehrer und Volksmusikpfleger von Schwaben Michael Bredl beauftragt diese Aufgabe als Referent zu übernehmen.Bereits 1961 beim 1. Allgäuer Alphornbläsertreffen waren es sieben Gruppen und 1969 schon 19 teilnehmende Alphorngruppen. Die Verbreitung im gesamten Allgäu und darüber hinaus ging mit großen Schritten voran.

Auch die Erforschung des Alphorns im Allgäu war ein großes Anliegen von Michael Bredl. Den ältesten Nachweis finden wir in der kleinen Bergkappelle St. Anna im Rohrmoos, in einem Altarbildausschnitt mit einem Alphornbläser, die Datierung 1568. Auch in der St. Coloman Kirche zu Schwangau ist im Hauptaltarbild der Hl. St. Coloman in mitten einer Viehherde mit dem Alphorn in der linken Hand aus dem Jahre 1684 dargestellt. Somit wissen wir, dass das Alphorn bereits vor über vierhundert Jahren im Allgäu heimisch war.

1990 hat Michael Bredl eine Arbeitsgruppe, sprich einen Arbeitskreis gegründet, dem außer Ihm noch Toni Hassler und Albert Wechs als Kreisheimatpfleger angehörten. 1993 scheidet Michael Bredl aus gesundheitlichen Gründen nach 35 jähriger Ehrenamtlicher Tätigkeit aus dem Arbeitskreis Alphornblasen im Allgäu aus und Paul Knoll wird als Nachfolger in dieses Gremium berufen.

Bedingt durch die zunehmende Verbreitung des Alphorns wurde 1999 der Arbeitskreis erweitert und hat Gebietsvertreter erhalten. Fürs Oberallgäu-Paul Hartmann, Unterallgäu-Franz Kößler, Westallgäu-Ernst Müller, Ostallgäu-Josef Gast, Politik-Hermann Haisch, Musikalischer Leiter-Paul Knoll, 1. Vorsitzender-Toni Hassler. Toni Hassler scheidet 2008 aus dem Arbeitskreis aus und die Karten wurden neu gemischt.

Die Fäden laufen nun bei Paul Knoll - 1. Ansprechpartner und musikalischer Leiter und bei Paul Hartmann - 2. Ansprechpartner und Vertreter der Oberallgäuer Alphornbläser zusammen.

Die Mitglieder im Arbeitskreis Alphornblasen im Allgäu sind : siehe Bild !



von links :
Josef Gast Vertreter aller Alphorngruppen im OAL
Dr. Hermann Haisch-Kontaktperson Politik und Revisor
Franz Kössler-Schriftführer und Kassier
Paul Knoll-1. Ansprechpartner AK Alphornblasen im Allgäu & musikalischer Leiter
Paul Hartmann-1. Vorsitzender der Euregio Alphorngruppe Via Salina und Vertreter aller Alphorngruppen Im OA
Harald Osterberger-Vertreter aller Alphorngruppen im WA
Martin Fiener-Vertreter aller Alphorngruppen im UA
Jochen König-Medienbeauftragter ( nicht auf dem Bild )


Die Hauptaufgabe des Arbeitskreises ist die Organisierung des jährlichen Internationalen Alphornbläsertreffens, möglichst im Wechsel in den vier Allgäuer Landkreisen mit der jeweils Ausrichtenden Alphorngruppe vor Ort.

Zur Zeit sind im AK-Alphornblasen im Allgäu 178 Alphorngruppen registriert. Bei einem Durchschnitt von 4 Bläsern / Gruppe wären es 712 Alphornbläser.

Wir wünschen uns auch in Zukunft ein harmonisches Miteinander in den verschiedenen Alphorngruppierungen.